Abschlussbericht zum Waldbrand in Alme

Mittwoch 29. April 2026

Alme. Die Feuerwehr Brilon wurde am Montag (27.04.2026) um 14:41 Uhr zu einer unklaren Rauchentwicklung im Almer Wald im Bereich der L 637 in Richtung Büren alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden, woraufhin umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert wurden. Am Rietkopf brannte eine rund 20.000 qm große Waldfläche.

In einem ersten Löschangriff wurde mit dem Wasserwerfer eines Tanklöschfahrzeuges eine erste Feuerfront eingedämmt. Mit speziellen mobilen Waldbrandstrahlrohren konnte dann in einem weiteren Abschnitt ein Übergreifen des Feuers auf eine nahe Tannenschonung erfolgreich verhindert werden. Hierzu gingen die Einsatzkräfte mit mehreren Strahlrohren in das Gelände vor. Danach erfolgten eine intensive Brandbekämpfung und umfangreiche Nachlöscharbeiten über mehrere Stunden.

Die Einsatzkräfte mussten immer wieder Glutnester im Bereich der Baumstümpfe ablöschen und mit Äxten auftrennen, um auch im Inneren löschen zu können. Über eine Drohne mit Wärmebildkamera wurden gezielt Brandnester festgestellt und zielgerichtet abgelöscht. Das Wärmebild zeigte den Feuerwehrkräften dabei genaue Positionen mit besonders hohen Temperaturen. Teilweise wurden über 150°C im Boden gemessen.

Die Wasserversorgung erfolgte über ein Tanklöschfahrzeug, ein Sonderfahrzeug des Hochsauerlandkreises mit 11.000 Litern Löschwasser und weitere Löschfahrzeuge im Pendelverkehr. Dabei wurden insgesamt über 120.000 Liter Löschwasser an die Einsatzstelle transportiert. An der Einsatzstelle wurde ein Abrollbehälter Mulde mit 20.000 Litern Fassungsvermögen als Zwischenspeicher aufgestellt. Von dort konnten dann die einzelnen Einsatzstellenpumpen durchgehend versorgt werden. Zur Ablösung der Einsatzkräfte wurde an einem nahen Holzlagerplatz ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Hier standen weitere Reservekräfte bereit.

Gegen 16:50 Uhr wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht, nach sehr umfangreichen und personalintensiven Nachlöscharbeiten konnte gegen 20 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden.

Zu Spitzenzeiten befanden sich über 90 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen im Einsatz. Die Mulde wurde aus taktischen Gründen gefüllt im Wald zurückgelassen, um im Falle eines erneuten Brandausbruchs direkt eine ausreichende Wasserversorgung für die Anfangsphase gesichert zu haben. Am Dienstag wurde der Bereich im Tagesverlauf noch einmal kontrolliert, am Abend waren kleinere Nachlöscharbeiten durch die Löschgruppe Alme erforderlich.

Bei den Aufräumarbeiten verletzte sich eine Feuerwehrfrau leicht und musste zur Kontrolle ins Krankenhaus. Gegen 21.45 Uhr waren die Fahrzeuge wieder bestückt und einsatzbereit an ihren Standorten.

Im Einsatz waren die Löschgruppen Alme, Nehden, Wülfte, Madfeld, Bontkirchen, Thülen, Messinghausen, der Löschzug Brilon sowie das Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen des HSK aus Meschede.

Zur Brandursache und Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

Eingesetzte Einheiten:

Eingesetzte Fahrzeuge:

Bilder: