Madfeld

Die Löschgruppe Madfeld besteht zur Zeit aus 35 Mitgliedern. Daneben gibt es eine Jugendfeuerwehr mit 12 Mitgliedern. Die Löschgruppe Madfeld ist für den Brandschutz in den Ortsteilen Madfeld (1.368 Einwohner) und Radlinghausen (133 Einwohner) zuständig.
Madfeld

Fahrzeug


Feuerwehrgerätehaus Madfeld

Löschgruppenführer: Markus Decker
stellv. Löschgruppenführer: Heinz-Jürgen Schulte

 

Abriß über die Geschichte der Löschgruppe Madfeld

Die Freiwillige Feuerwehr Madfeld wurde offiziell am 25. April 1926 (7 Tage nach der Feuerwehr Scharfenberg) gegründet. Auch in Madfeld hatte es zuvor mit der Pflichtfeuerwehr immer wieder Probleme gegeben. So hatten Kreisbrandmeister Hüser und die Amtsverwaltung eine entsprechende Versammlung einberufen. 32 Einwohner schrieben sich als Mitglieder ein. 1. Brandmeister wurde Herr Goldstein, sein Stellvertreter Paul Lange. Die Anfangsjahre der Feuerwehr Madfeld waren jedoch von vielen Problemen geprägt.

So waren tagsüber sehr wenige Personen anwesend, der Großteil der Feuerwehrmänner arbeitete auswärts. Es wurde daher ein Antrag nach der Polizeiverordnung gestellt, eine Hilfsabteilung zu gründen. Da auch in der damaligen Zeit die finanziellen Mittel sehr knapp besessen waren, wurde schon 1926 ein Feuerwehrball zur Entlastung der Gemeindekasse veranstaltet.

1928 hatte sich die finanzielle Lage der Gemeinde weiter verschlechtert. So konnten die beantragten Ausrüstungsgegenstände (Preis 300 Mark) zunächst nicht beschafft werden. In einer außerordentlichen Generalversammlung beabsichtigte man daher, die Feuerwehr wegen “dauernder Antimunität und ablehnendem Benehmen des Gemeindevorstandes” aufzulösen. Nach weiteren Verhandlungen wurde der Etat dann doch genehmigt, so dass die Arbeit weiter geführt wurde. Doch schon 1930 gab es erneut Probleme. Besonders die jüngeren Kameraden hatten sich über dauernde Anpöbeleien seitens einiger Gemeindevertreter beschwert. Die Wehr beschloss daher, sich zum 3. August aufzulösen. Die Ausrüstung wurde bei der Gemeindeverwaltung abgegeben. So bestand bis 1932 wieder eine Pflichtfeuerwehr.

1932 übernahm Kaufmann Bernhard Wessel die Wehr und in den folgenden Jahren wurden mehr schlecht als recht einige Übungen und Instruktionsabende abgehalten. Auch in diesen Jahren war die Ausrüstung völlig unzureichend, aufgrund der miserablen finanziellen Lage der Gemeinde wurde die Wehr von Jahr zu Jahr vertröstet. In dieser Zeit wurden sämtliche Feuerwehren zu einem Amtsverband zusammengeschlossen und am 6. August 1939 feierte man mit den übrigen 7 Feuerwehr des Amtsverbandes den Amtsfeuerwehrtag. Nach einigen Übungen und einem Festzug erkannte dann die Bevölkerung und insbesondere die Gemeindevertretung, dass die Gemeinde Madfeld mit ihrer Wehr sich allerorts sehen lassen kann und der Schutz von Hab und Gut in guten Händen liegt. 

1942 konnte die erste Motorspritze aus Kriegsbeständen beschafft werden. Nach dem Krieg war der Neuaufbau sehr beschwerlich,1950 wurde wiederrum ein Amtsfeuerwehrtag durchgeführt. In dieser Zeit diente ein Tragkraftspritzenanhänger als Feuerwehrfahrzeug. 1962 wurde eine moderne Tragkraftspritze (TS 8/8) beschafft, ein eigenes Fahrzeug konnte allerdings erst 1965 in Dienst gestellt werden. Gemeindebürgermeister Amen überreichte am 31. Juli 1965 den Schlüssel zum neuen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF/T). Die Wehr blühte nun auf und bereits am 18. September 1966 konnte ein neues Feuerwehrhaus übergeben werden.

Die Ausrüstung wurde nun immer mehr verbessert, die Ausbildung kontinuierlich fortgesetzt. Im Jahr 1975 wurden dann das Amt Thülen und die Feuerwehr Madfeld der Stadt Brilon zugeordnet, die Feuerwehr verlor ihr Eigenständigkeit und wurde innerhalb der Feuerwehr eine Löschgruppe. Durch die Zusammenlegung konnte jedoch eine intensivere Ausbildung betrieben werden und die Ausrüstung wurde ergänzt, beispielsweise konnten 2 tragbare Handsprech- sowie ein stationäres Funkgerät in Dienst gestellt werden. Daneben wurde die ersten Atemschutzgeräte angeschafft.

Im Mai 1981 übergab Bürgermeister Klaholz das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8, komplett eingerichtet mit Funkgerät und Rettungsschere. Nunmehr wurde die Aurüstung von Jahr zu Jahr weiter ergänzt,1985 gab es die ersten Meldeempfänger. 1989 wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet. 1993 konnte letzendlich ein neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt werden. Neben einem 600 Liter Wassertank ist es auch für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen ausgerüstet. Mit diesem Fahrzeug verfügt die Löschgruppe Madfeld heute über eine gute technische Ausstattung.