Restaurierung

Restaurierung des alten Löschgruppenfahrzeuges im Jahre 2003-2004

Im Sommer 2003 wurde im Rahmen der Vorbereitungen des 125-jährigen Jubiläums beschlossen, das alte Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahre 1943 zur restaurieren. Es wurde im Januar 1943 als „Schweres Löschgruppenfahrzeug“ (SLG) in Dienst gestellt und war damals neben einem Mannschaftswagen von 1939 das erste motorisierte Löschgruppenfahrzeug der Briloner Feuerwehr. Das Fahrzeug konnte zum Jubiläum sowohl im Erscheinungsbild als auch in der feuerwehrtechnischen Ausrüstung im ursprünglichen Zustand hergerichtet werden.

Neben der Farbe, sie war bei der Auslieferung dunkelgrau, wurden auch die alten Kennleuchten, die Winker sowie Alarmeinrichtungen –Martinshorn und Alarmglocke- wieder angebaut. Zur Vervollständigung der Ausrüstung wurden auf vielen Wegen Kontakte geknüpft, Fahrzeuge dieser Zeit besichtigt und alte Teile neu beschafft.

So konnten die Pendelwinker in Berlin entdeckt und über E-Bay ersteigert werden, die originalen blauen Kennleuchten kamen aus Leichlingen, die Gasschutzbekleidung aus Wardenburg. Das Feuerwehrmuseum in Fulda wurde ebenso wie eine private Sammlung in Zeitz besichtigt, es wurde daneben Kontakt zu einem Sammler in Holland aufgenommen. Umfangreichen Vorschriften konnten in Ingolstadt besorgt werden, Werkstattbuch und Ersatzteillisten kamen von der Daimler Chrysler AG in Stuttgart. Das alte Martinshorn wurde in Phillipsburg bei der Firma Max B. Martin restauriert und auch der alte Motorkugelwecker (Alarmglocke) konnte wieder funktionsfähig angebaut werden.

Nach rund 2.500 Arbeitstunden steht das Fahrzeug heute als technisches Denkmal zum „Einsatz“ bei Ausstellungen und Tagen der offenen Tür bereit. Neben dem Rückbau in die ursprüngliche Ausführung, dass Fahrzeug wurde etliche Male umgebaut, konnte die alte feuerwehrtechnische Ausrüstung wiederbeschafft werden.

So können heute zu fast 100 % originale Ausrüstungsteile vorgestellt werden, von der alten Gasschutzbekleidung über die alte Schaumausrüstung, Sauerstoffschutzgeräte (auch als Heeresatmer bezeichnet), alte ungummierte Schläuche, Fackelkasten, Sauerstoffbehandlungsgerät und ein alter Feuerlöscher um nur einige zu nennen.

Mit diesem Fahrzeug hat der Löschzug im weiteren Umkreis ein einmaliges Fahrzeug hergerichtet und der Nachwelt erhalten, existieren doch heute, von tausenden hergestellten Fahrzeugen, nur noch einige wenige Exemplare.

Die Kosten der Restauration in Höhe von rund 6.500,00 Euro wurden durch den Verein des Löschzuges Brilon getragen. Neben den eigenen finanziellen Mitteln konnten eine Vielzahl von Spendern gewonnen werden und es wurden darüber hinaus auch erhebliche Sachspenden von selbständigen Mitgliedern der Briloner Feuerwehr sowie von Briloner und auch von auswärtigen Unternehmen erbracht. Ohne diese Mithilfe wäre die Restauration nicht möglich gewesen. Für diese Leistungen bedankt sich der Löschzug Brilon an dieser Stelle sehr herzlich.

WDR Lokalzeit vor und nach der Restauration: